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Alkohol und Jugendschutz im Verein – Der Berliner Sportverein
Rot-Weiß Viktoria Mitte geht mit gutem Beispiel voran

(Sport-)Vereine sind gerade für Kinder und Jugendliche ein Ort des Aufwachsens und der Erziehung. Hier wird nicht nur etwas für die Gesundheit getan, es werden auch Werte wie Toleranz, Fairness und Verantwortungsbewusstsein vermittelt. Erwachsene sind hier Vorbilder. Doch die Vereinswelt kann auch schädlich sein – vor allem, wenn der Umgang mit Alkohol allzu selbstverständlich in das Vereinsleben integriert ist. Das Bier nach dem Abpfiff, sei es als vermeintlicher Durstlöscher oder gar als Bierdusche, der obligatorische Bierwagen am Spielfeldrand zum Sportfest oder die Vereinsfeier, beim der auch Hochprozentiges fließt. Organisiert und toleriert wird dies von Erwachsenen, abgeschaut wird es von Minderjährigen.

Der Berliner Sportverein Rot-Weiß Viktoria Mitte will diese Art des "normalen Vereinswesens" nicht mittragen und hat den Schutz von Kindern und Jugendlichen seit der Gründung im Jahr 2008 in der Satzung fest verankert. Ganz ausdrücklich gibt es bei allen Veranstaltungen, bei denen Kinder und Jugendliche dabei sind, keinen Alkohol. Ob Training, Wettbewerbe, Vereinsfeierlichkeiten – keine Ausnahmen sind zugelassen. Und das kommt gut an: Nicht nur die 2.500 Mitglieder des Sportvereins sind überzeugt von der Wichtigkeit und Sinnhaftigkeit der Jugendschutzbestimmungen. Auch Gastmannschaften, Eltern und andere Besucher werden an allen Sportstätten zu Trainingszeiten und während Festen freundlich an die bestehenden Regelungen erinnert und geben ein positives Feedback an die Verantwortlichen.

Auch das fast fehlende aggressive Verhalten auf den Sportstätten gibt den Akteuren Recht. Die allseits vorhandene Nüchternheit trägt zur positiven Stimmung und dem reibungslosen Ablauf in großem Ausmaß bei. Und nach den Sommerferien wird das Konzept aktiv bei anderen Vereinen in der Umgebung beworben. Der im Fernsehen und anderen Medien häufig zur Schau gestellten "natürlichen" Verbindung zwischen Alkohol und Sport wird eine klare Absage erteilt. Das ist vorbildlich und wurde vom Förderverein der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) mit dem diesjährigen Präventionspreis für konsequenten Jugendschutz im Verein prämiert. Das Preisgeld von 1.500 € ist gut angelegt. Elias Bouziane, Jugendleiter des Vereins, und Nathalie Sachau, Leiterin der Geschäftsstelle, haben auch schon genaue Vorstellungen für die Verwendung. Es wird in Roll-Ups und Banner investiert, die darauf aufmerksam machen sollen, dass der Sportplatz für Kinder und Jugendliche eine alkoholfreie Zone ist. Und das soll nicht minder die Erwachsenen anregen, ihren eigenen Konsum zu überdenken und zum Schluss zu kommen "Alkohol? Weniger ist besser!".

Rita Hornung und Wolfgang Rometsch gratulieren für den Förderverein der DHS den Preisträgern sehr herzlich und geben den Wunsch auf den Weg, auch andere Vereine zu dieser Jugendschutzarbeit anzuregen.

Elias Bouziane (Jugendleiter), Rita Hornung (DHS Förderverein) und
Nathalie Sachau, (Leiterin der Geschäftsstelle)

Autorin: C. Rummel